Eine Herausforderung, vor der viele Gebäude stehen
Das System bestand aus zwei miteinander verbundenen Wasserspeichern, die als thermischer Puffer für eine CO₂-Wärmepumpenanlage dienen. Auf den ersten Blick mag die Speicherung von Warmwasser einfach erscheinen. In Wirklichkeit ist das Wasser in diesen Speichern jedoch ständig in Bewegung und unterliegt Temperaturschwankungen.
Auch der Bedarf ändert sich im Laufe des Tages. Morgendliche Duschen, Reinigungsarbeiten und Zeiten mit geringem Verbrauch beeinflussen die Wärmeverteilung innerhalb des Systems.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Warmwasserzirkulation. In vielen Gebäuden sorgt ein kleiner, kontinuierlicher Durchfluss dafür, dass an Duschen und Wasserhähnen sofort warmes Wasser zur Verfügung steht. Dies erhöht zwar den Komfort, kann aber auch die natürliche Schichtung von warmem und kälterem Wasser in den Speichern stören.
Diese Effekte lassen sich mit einfachen technischen Berechnungen nur schwer vorhersagen. Der Bau eines physikalischen Prototyps wäre zudem mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Hier kann die CFD-Simulation einen Mehrwert bieten.
Durch die Erstellung eines virtuellen Modells des Systems können Ingenieure lange vor der Installation des Systems nachvollziehen, wie das Wasser fließt, wie sich die Temperaturen ändern und wie sich das Steuerungssystem verhält.
Für Hersteller, Systemintegratoren und HLK-Ingenieure kann dies die technischen Risiken erheblich reduzieren und kostspielige Nachkonstruktionen im späteren Projektverlauf verhindern.